Webdesign

10 Fehler beim Erstellen deiner Firmenwebsite (und wie du sie vermeidest)

Nach dem Bau und der Rettung Dutzender Websites wiederholen sich die Fehler mit erstaunlicher Regelmäßigkeit. Das sind die 10, die am meisten Kunden kosten — von der auf einen fremden Namen registrierten Domain bis zur Website, deren Zweck niemand versteht.

9. Juni 20265 Min. Lesezeit
In diesem Artikel
  1. 1. Die Domain steht nicht auf deinen Namen
  2. 2. Die Website hat kein klares Ziel
  3. 3. Für dich selbst statt für deine Kunden gestalten
  4. 4. Mobile ignorieren
  5. 5. Generische Texte, die nichts aussagen
  6. 6. Google erst am Ende mitdenken
  7. 7. Die Website bauen und dann sich selbst überlassen
  8. 8. Formulare, die zu viel abfragen
  9. 9. Stockfotos, die "Stockfoto" schreien
  10. 10. Nach Preis statt nach Gesamtkosten wählen
  11. Wenn du bereits einen dieser Fehler gemacht hast
  12. Häufige Fragen

Ein Teil unserer Arbeit ist, Websites von Grund auf zu bauen. Ein anderer Teil, weniger glamourös, ist die Rettung von Websites, die falsch gestartet sind: entführte Domains, für Google unsichtbare Websites, Designs, die genau den Kunden vertreiben, den man mit so viel Mühe angezogen hat. Auffällig ist: Die Fehler sind fast immer dieselben. Hier sind die zehn häufigsten, jeweils mit ihrem Gegenmittel.

1. Die Domain steht nicht auf deinen Namen

Der klassische, schmerzhafte Fehler. Der "Neffe, der sich mit Computern auskennt" oder die Agentur registriert die Domain auf den eigenen Namen, die Beziehung endet im Streit, und deine Internetadresse — mit Jahren gedruckter Visitenkarten und Ranking dahinter — steht als Geisel da. Gegenmittel: Bestehe darauf, dass die Domain mit deiner E-Mail-Adresse und deinen Daten registriert wird, und bewahre selbst den Zugang zum Registrar auf. Das ist nicht verhandelbar, und jeder seriöse Anbieter akzeptiert es ohne Diskussion.

2. Die Website hat kein klares Ziel

"Ich will eine Website" ist kein Ziel. Willst du, dass man dich anruft? Dass man bei dir kauft? Dass man einen Termin bucht? Jedes Ziel verlangt eine andere Struktur. Eine Website ohne Ziel endet als digitale Broschüre, die niemand liest. Gegenmittel: Definiere EINE Hauptaktion pro Seite, bevor überhaupt etwas designt wird. Alles andere ordnet sich ihr unter — das vertiefen wir in Was deine Website braucht, um zu verkaufen.

3. Für dich selbst statt für deine Kunden gestalten

Dem Inhaber gefallen Goldakzente, die komplette Firmengeschichte auf der Startseite und ein Foto des Gebäudes. Deinen Kunden interessiert, ob du sein Problem löst, was es kostet und wie er dich erreicht. Gegenmittel: Jeder Abschnitt der Seite sollte eine echte Frage deines Kunden beantworten. Beantwortet er keine, fliegt er raus.

4. Mobile ignorieren

In Lateinamerika kommt der Großteil des Webtraffics vom Smartphone — und trotzdem werden Websites immer noch am Desktop-Bildschirm abgenommen. Winzige Buttons, Texte, die zum Reinzoomen zwingen, unbenutzbare Formulare. Gegenmittel: Prüfe jede Seite auf deinem eigenen Handy, bevor du sie freigibst. Fällt es schon dir schwer, sie zu nutzen — und du kennst die Website in- und auswendig —, stell dir jemanden vor, der sie zum ersten Mal sieht.

5. Generische Texte, die nichts aussagen

"Wir sind ein führendes Unternehmen mit Engagement für Exzellenz und Kundenzufriedenheit." Dieser Satz könnte auf der Website eines Baumarkts, einer Zahnarztpraxis oder einer Bank stehen — und genau deshalb funktioniert er bei keinem von ihnen. Gegenmittel: Schreib so, wie du mit einem Kunden persönlich sprechen würdest. Konkret schlägt beeindruckend: "Wir richten deinen Onlineshop in 10 Tagen ein" verkauft besser als "ganzheitliche digitale Lösungen".

6. Google erst am Ende mitdenken

SEO ist kein Anstrich, den man zum Schluss aufträgt: Seitenstruktur, Titel, URLs und Geschwindigkeit werden beim Bau festgelegt. Es hinterher zu korrigieren kostet doppelt so viel. Gegenmittel: Verlange technisches Basis-SEO schon im Angebot (wir erklären das in unserem SEO-Guide für KMU) und lege von Anfang an fest, über welche Suchanfragen man dich finden soll.

7. Die Website bauen und dann sich selbst überlassen

Eine Website ähnelt eher einem Ladenlokal als einem Plakat: Sie braucht Pflege, Sicherheit und Aktualisierung. Vernachlässigte Websites brechen still zusammen — Formulare, die keine E-Mails mehr verschicken, abgelaufene Zertifikate, Plugins mit Sicherheitslücken. Gegenmittel: Lege vom ersten Tag an fest, wer die Website pflegt und was es kostet. Lautet die Antwort "niemand", hat das Problem schon begonnen.

8. Formulare, die zu viel abfragen

Vorname, Nachname, Firma, Position, Telefon, E-Mail, Land, wie hast du von uns erfahren, Nachricht ... Jedes zusätzliche Feld kostet dich einen Teil der Leute, die abspringen. Gegenmittel: Frag nur das Nötigste ab, um antworten zu können — normalerweise Name, Kontaktdaten und Nachricht. Den Rest klärst du im Gespräch.

9. Stockfotos, die "Stockfoto" schreien

Das lächelnde Büroteam in einem Raum, der offensichtlich nicht deiner ist, vermittelt genau das Gegenteil von Vertrauen. Gegenmittel: Nutze echte Fotos, auch wenn sie einfach sind — dein Geschäft, dein Team, dein Produkt. Brauchst du Stockbilder, wähle neutrale Motive, die unterstützen statt dominieren, und niemals Gesichter, die dein Personal vortäuschen.

10. Nach Preis statt nach Gesamtkosten wählen

Die Website für 150 $ und die für 1.500 $ sind nicht dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen — es sind unterschiedliche Produkte. Sich für die günstige zu entscheiden kann richtig sein, wenn du weißt, worauf du verzichtest. Sie zu wählen im Glauben, sie sei gleichwertig, wird teuer. Gegenmittel: Vergleiche Angebote mit der Checkliste aus unserem Preisguide: was enthalten ist, was nicht, und was nach der Übergabe passiert.

Wenn du bereits einen dieser Fehler gemacht hast

Die gute Nachricht: Alle lassen sich beheben, und fast keiner erfordert einen Neuanfang bei null. Eine Domain zurückzuholen, Texte umzustrukturieren, ein Design für Mobile anzupassen oder Wartung auf eine bestehende Website aufzusetzen sind eng begrenzte Aufgaben mit sofortiger Wirkung.

Bei TheUIXstudio machen wir solche Rettungen regelmäßig: Wir prüfen deine Website, sagen dir, was dich gerade Kunden kostet, und beheben es im Rahmen eines monatlichen Plans, der die Wartung enthält, damit es nicht wieder passiert. Vermutest du, dass deine Website eines dieser zehn Probleme hat, schreib uns — die erste Prüfung kostet nichts.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob meine Domain auf meinen Namen registriert ist?

Suche deine Domain in einem WHOIS-Tool (wie lookup.icann.org). Erscheinen dort die Daten deiner Agentur oder eines Dritten — oder erkennst du die Kontakt-E-Mail nicht — beantrage so schnell wie möglich die Übertragung des Eigentums, solange die Beziehung noch gut ist.

Lohnt es sich, meine aktuelle Website zu reparieren, oder sollte ich neu bauen?

Faustregel: Ist die technische Basis gesund (ordentliche Ladezeit, sieht auf Mobile gut aus, du kannst sie bearbeiten), lohnt sich eine Überarbeitung. Ist die Website langsam, unsicher, unmöglich zu bearbeiten oder auf einer Plattform gebaut, die dich einschränkt, ist ein Neubau meist günstiger als Flicken.

Welcher der 10 Fehler ist am dringendsten zu beheben?

Die Domain (Fehler 1) — sie ist der einzige, der dich die komplette digitale Identität des Unternehmens kosten kann. Danach Mobile und das Ziel der Seite, weil sie jeden Besucher betreffen, der heute ankommt.

Weiterlesen

WebdesignPillar-Guide

Was kostet eine professionelle Website? Ein ehrlicher Preisguide

Zwischen "kostenlos" und "10.000 $" liegt ein Meer aus verwirrenden Angeboten. Dieser Guide legt reale Zahlen auf den Tisch: was jede Art von Website kostet, was in diesem Preis stecken sollte und wie du ein aufgeblähtes oder verdächtig billiges Angebot erkennst.

21. Juli 20266 Min. Lesezeit
Webdesign

Was deine Website braucht, um zu verkaufen (nicht nur, um gut auszusehen)

Es gibt makellose Websites, die keinen einzigen Kunden bringen, und einfache, die täglich verkaufen. Der Unterschied liegt nicht im Design, sondern in der Conversion-Struktur. Das sind die sieben Elemente, die ein Schaufenster von einer Verkaufsmaschine trennen.

26. Mai 20264 Min. Lesezeit